Betrieb und Unterhaltung

Als die WUPPERTALBEWEGUNG im Jahr 2007 auch bei der Stadtverwaltung Wuppertal um Unterstützung für das Projekt Nordbahntrasse bat, stieß sie auf Vorbehalte im Hinblick auf die marode Haushaltslage. Die Stadt sah sich weder in der Lage, eigene Mittel in das Projekt zu investieren, noch fand sie eine Möglichkeit, später für die Unterhaltung der Trasse und die Verkehrssicherung aufzukommen. Vor allem die Viadukte, Brücken und Tunnel erschienen ihr als großes Risiko angesichts der Verpflichtung, den Fuß-, Rad- und Skateweg während der 20-jährigen Bindung des Fördergebers betriebsbereit zu halten.

Eine Lösung ergab sich dadurch, dass die WUPPERTALBEWEGUNG die Verpflichtung für den Bindungszeitraum übernahm und die Stadt sich an den echten Kosten des Betriebs und der Unterhaltung nur mit bis zu 250.000 Euro jährlich beteiligen sollte. Dessen ungeachtet sollte die Trasse nach ihrer Fertigstellung als öffentlicher Weg gewidmet werden. Dies wurde in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag mit Nachtrag festgeschrieben.

Aufgrund der vertraglichen Verpflichtung gegenüber der Stadt hat die WUPPERTALBEWEGUNG im August 2013 ein bisher beispielloses Streckenpatenschaftskonzept ins Leben gerufen. Bis heute haben sich über 70 Einrichtungen und Privatpersonen zur Gewährleistung von Nutzbarkeit und Sauberkeit der Trasse bereiterklärt. Ihre Aufgaben reichen von der Prüfung des Abschnitts auf Mängel und Gefahren, über das Aufräumen, Säubern und Pflegen bis hin zum Hinweisen der Trassennutzer, sich an die Benutzungsregeln zu halten.

Importierung 24.6.14 074 Ortmann
Streckenpaten bei einem ihrer Streifzüge am Haltepunkt Dorp

Mit Eröffnung der Trasse hat die Stadt Wuppertal dann ihre Absicht geändert und selbst als Trägerin der Straßenbaulast die Verantwortung für die zukünftige Unterhaltung der inzwischen als öffentlicher Weg gewidmeten Trasse übernommen. Die WUPPERTALBEWEGUNG hat zugestimmt und die Parteien haben den Vertrag  von 2010 geändert und darin auch die Einbindung der WUPPERTALBEWEGUNG  in den Betrieb und die Weiterentwicklung der Trasse geregelt. Hierdurch und durch zwei Zusatzvereinbarungen (zu den Trassenpaten und zur Wahrung der Erinnerung an die ‚Eisenbhngeschichte der Trasse)  wird sichergestellt , dass das bisher so erfolgreiche bürgerschaftliche Engagement für die Trasse auch in der Zukunft wirksam  fortgesetzt wird.

Erfreulicher weise kümmert sich die Trassenmeisterei des Wichernhauses mit großem Einsatz um die Trasse, ebenso wie sich auch der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) hervorragend um die Sauberkeit und die Winterreinigung verdient macht. Benutzer und Benutzerinnen der Trasse zollen ihnen viel Lob!