Nordbahntrasse gewinnt Deutschen Fahrradpreis

Nordbahntrasse gewinnt Deutschen Fahrradpreis

Montag, den 18. Mai 2015 um 20:15

Die Nordbahntrasse hat den Deutschen Fahrradpreis 2015 in der Kategorie »Infrastruktur« gewonnen. Der Preis wurde in Potsdam von Norbert Barthle, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, verliehen.

Fahrradpreis Groschek
NRW-Verkehrsminister Groschek lobte die Nordbahntrasse in den höchsten Tönen. Foto: D. M. Deckbar

»Die 23 Kilometer lange Nordbahntrasse als Mobilitätsband für Fuß- und Fahrradverkehr ist die Blaupause für Radschnellwege in Deutschland«, lobte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek am Rande des 4. Nationalen Radverkehrskongresses die neue Trasse, die mit großem ehrenamtlichen Engagement angeschoben und umgesetzt wurde. Stadt und WUPPERTALBEWEGUNG e.V. werden gemeinsam ausgezeichnet. Erst die Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Politik und Stadtverwaltung habe den Durchbruch gebracht in einer topographisch schwierigen Region, so Groschek, bei der bisher kaum Angebote für den Radverkehr bestanden. Wuppertal wurde inzwischen auch beim ADFC-Fahrradklimatest 2015 zum Aufsteiger des Jahres gekürt.

Fahrrad fahren auf der Nordbahntrasse
Die Trasse bringt spürbar mehr Wuppertaler auf’s Rad – ob im Alltag oder in der Freizeit. Foto: C. Mrozek

Groschek weiter: »Ich bin schwer beeindruckt, wie schnell die Nordbahntrasse das Mobilitätsverhalten der Wuppertaler sichtbar verändert. Zusammen mit den übrigen Panoramaradwegen in der Region ergeben sich ganz neue Perspektiven, nicht nur für den Freizeitbereich, sondern insbesondere auch für den Alltag.« Minister Groschek zeigte sich sicher, dass der Erfolg der Nordbahntrasse auch auf die Radschnellwegprojekte in NRW ausstrahlen werde. Neben dem Radschnellweg Ruhr, dessen erstes Teilstück in Mülheim an der Ruhr noch in diesem Jahr eröffnet wird, werden momentan fünf weitere Projekte einer Machbarkeitsstudie unterzogen.

»Der Deutsche Fahrradpreis« ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland. Der Preis wird verliehen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS), dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und dem Verbund Service und Fahrrad g.e.V. (VSF). 2015 wurde der Preis zum 15. Mal verliehen. Als Bestandteil des Nationalen Radverkehrsplans der Bundesregierung soll »Der Deutsche Fahrradpreis« dazu beitragen, praxiserprobte Beispiele für gelungene Radverkehrsförderung bei Entscheidungsträgern und Fachleuten bekannt zu machen. Ziel des Wettbewerbs ist es auch, das Image des Fahrrads in der Öffentlichkeit aufzuwerten und noch mehr Menschen in Deutschland zum Fahrradfahren zu bewegen.

Zur Begründung der Jury.

Titelbild: Dirk Michael Deckbar

von Mario Schroeder