Draisine fahren am Loh

Eine ganz besondere Attraktion der Nordbahntrasse ist die Draisinenstrecke am Loh. Die Arbeitsgruppe »Eisenbahngeschichte« der WUPPERTALBEWEGUNG betreibt sie ehrenamtlich am alten Bahnhof Wuppertal-Loh, Rudolfstraße 125, zwischen der Buchenstraße und dem Anschlussgleis Richtung Clausen. Es ist eine 1,6 km lange Draisinenstrecke auf ehemaligen Gleisen der Rheinischen Eisenbahn.

Hier am Bahnhof, der in seiner traditionellen Form mit Bahnhofsgebäude und Bahnsteigüberdachung erhalten geblieben ist, wird Eisenbahngeschichte lebendig, in Zukunft unter aktiver Einbeziehung des alten Hauptsignals und  mehrerer Weichen.

Die Draisine fährt in den Sommermonaten an jedem Wochenende sonntags zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr ab Bahnhof Loh Gleis 3. Bitte beachten Sie die aktuelle Signalstellung auf der rechten Seite! Bei schlechtem Wetter wird der Betrieb eingestellt!

Die Fahrt ist kostenlos.

Die Strecke befindet sich noch im Aufbau.

Wir hoffen, 2015 die gesamte geplante Strecke befahren zu können. Vom Bahnhof Loh wird Sie dann Ihre drei Kilometer lange Fahrt in östliche Richtung über das Viadukt Schönebecker Straße bis zum Stellwerk Loh-Ost (Lo) führt. Hier dürfen Sie die Weiche selbst in Fahrtrichtung stellen, um über Gleis vier nach Westen wieder Richtung Bahnhof zu fahren. Vom Schönebecker Viadukt aus sehen Sie in Blickrichtung Norden ein weiteres Viadukt, über das früher die Güterbahn Loh-Hatzfeld der WSW fuhr.

Nachdem Sie den Bahnhof passiert haben, fahren Sie dann nach ca. 200 Metern auf das Anschlussgleis der früheren Konsumgenossenschaft, in der später die Firma Happich produzierte. Unter der Brücke Konsumstraße hindurch trennt sich das Gleis vom Fuß- und Radweg und Sie nehmen eine idyllische Route durch den Wald, während Sie streckenweise auf die Trasse herunter gucken können. Das Gleis endet vor einem Parkplatz des heutigen Industriegebiets. Nach dem Umstellen der Draisinenmechanik in die Gegenrichtung, geht es zurück zum Bahnhof Loh, wo die Fahrt endet. Vor der Einfahrt in den Bahnhof haben Sie noch einmal die Gelegenheit, per Handhebel eine Weiche Richtung Gleis 3 umzustellen.

Wie in alten Zeiten müssen Sie auf Signale achten, vor dem Überqueren von Bahnübergängen Klingelzeichen geben, Weichen stellen und erleben so Industriekultur zum Anfassen. Das Gleis ist das Gleiche wie damals, als schwere Güterzüge die Konsumgenossenschaft mit Lebensmitteln bedienten. Die Signale, die wir von der Deutschen Bahn beschafft haben, stehen teilweise an ihren historischen Orten und Sie steigen wie früher am Bahnhof Loh ein und aus.

Die Station haben wirc inzwischen so ausgestattet, dass sie sich kaum noch von einer aktiven Bahnstation unterscheidet. In unseren Fahrplanvitrinen finden Sie Informationen zur Trasse und zur Draisinenstrecke und historische Fotos aus der Zeit, als noch Dampfloks und Schienenbusse auf der Rheinischen Strecke unterwegs waren. Bänke und Fahrradständer finden Sie ebenfalls vor.

Den Bahnsteig haben wir in Richtung Osten (Rotter Tunnel) erweitert, damit Kindergruppen, die auf die nächste Draisinenfahrt warten, nicht in der Zwischenzeit auf dem Fuß- und Radweg spielen müssen und Radfahrer behindern.

Wir planen die 460 Meter lange Verlegung des Gleises 4, damit wir die Strecke gegenläufig befahren können. Da wir hierbei auf die Fremdhilfe unserer Sponsoren angewiesen sind, kann eine Zeitangabe der Fertigstellung zurzeit nicht gemacht werden. Die Weichen, die die Verbindung der Gleise 3 und 4 bewerkstelligen, sollen wieder reaktiviert werden. Für die Unterbringung unserer Draisinen ist der Bau einer Garage am östlichen Ende in der Nähe des sanierten Stellwerkes Loh Ost (LO) geplant. Die Baugenehmigung liegt vor, jedoch mussten wir uns mit dem Bau noch bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten  des Rotter Tunnels gedulden, da die Baufahrzeuge unseren Bauplatz passieren mussten.